Wednesdey 29/10/14 and Thursday 30/10/2014

Tag 6 – Suberbia –
Dragan Force

Heute Popkultur in Budapest. Spaziergänge am Ufer. Jan hält Tobi im Arm, Patrick kuschelt sich an Tobi. Roy irgendwo dazwischen. Soviele Liebe. Soviel Sehnsucht. Wir natürlich nur Augen füreinander, statt für die vielfältigen Facetten der Stadt. Dennoch rauf auf die Bastei und den Dom und die Schlösser und Museen. Die teuerste Knoblauchwurst der Stadt gefunden. Und bei der Rückkehr zum Bus einen Strafzettel. Ist eh billiger als Parkgebühren.

Auf nach Serbien dann. Allen ein wenig mulmig zumute. Wirklich. Wir sind nur halb so hart wie wir vielleicht aussehen. Grenzübergang erfolgreich gemeistert. Subotica dann wieder überraschend klein und idyllisch as hell. Überraschung gelungen.

Am Club dann die zwei Bewohner kennengelernt, alle etwas gruselig auf den ersten Blick. Dort auch mit der serbischen Realität nach Jahren der Auseinandersetzung und wirtschaftlichem Misserfolg Kontakt aufgenommen. Einfachste Verhältnisse. Aber ehrlich.

Dragan der Besitzer vom Club. 50 Jahre. Sowas wie der Schutzpatron der Szene dort. Am Anfang verschlossen und spooky. Am Ende lagen wir uns wieder alle in den Armen. Beeindruckender Mensch. Gäste leider nur sehr wenige, aber die die da waren wenigstens enthusiastisch. Gemischte Gefühle.

Dann der Edelfan aus Kroatien. Kennt uns von Bandcamp. War zufällig dort und musste hin. Eigentlich Videospiel-Entwickler. Sein Lieblingslied haben wir ausgerechnet dort nicht gespielt. Dennoch Freunde fürs Leben geworden. Dragans Apfelschnaps-Brennerei hat sicherlich dazu beigetragen. Eigentlich wollten wir zeitig pennen und zeitig los. Um 2 noch immer in der Kneipe und über das Leben nachgedacht. Beim nächtlichen Einladen des Bus dann Besuch von der serbischen Polizei. Wir haben versichert gleich wieder heim zu fahren. Nicht.

Gut geschlafen. Roy wieder früh raus. Nach dem Laufen kommt der immer mit so seltsamen Geschichten wie der Gans. Diesmal hat er angeblich geschändete Katzen-Leichen gesehen. Seltsam dieser Typ.

Grenzübergang Nummer 2. Check. Keine Probleme. Bis kurz vor Budapest dann die Polizei mit Drogenspürhund unsere Karre gefilzt haben. Einige kommen dann nach nettem Small-Talk heute zum Konzert. Verrückt. Alles.

Langsam ist kein Platz mehr für die vielen Eindrücke. Sowohl die Festplatte im Rechner als auch die im Kopf. Wir hätten mit allem gerechnet, aber nicht mit soviel Liebe, Spaß, Leidenschaft. Unfassbare Begegnungen. Unfassbare Konzerte. Das musste jetzt auch mal gesagt werden. Die Tatsache das wir das machen können ist Grund für tiefe Dankbarkeit.

GOOD NIGHT/WHITE PRIDE/NO NATIONS/NO BORDERS/NO PASARAN!

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